Ludger Beerbaum: Wenn der Chef zu Hause gewinnt

Ludger Beerbaum hat bei seinem eigenen Turnier, dem Indoors** Riesenbeck International, mit dem acht Jahre alten Catoki-Sohn Cool Down den Großen Preis von Riesenbeck gewonnen (0/34.57 Sekunden). Der Meister im Sattel verwies Stefan Engbers auf Salitos (0/34.76) und seinen Mitarbeiter Christian Kukuk auf Cordess (0/35.18) auf die Plätze zwei und drei. „Es ist immer schön, zu gewinnen. Heute hier zuhause zu gewinnen, ist besonders schön. Ich freue mich wirklich sehr!“, sagte Ludger Beerbaum.

Was will man mehr? Super Turnier organisiert, alles hat gepasst, dann gewonnen – und allen anderen gezeigt, wer die Hosen anhat. Wobei es diesmal das richtige Jacket war. Das ganze Team von Ludger ritt mit neuen Jacken…

Die Zuschauer in der vollbesetzten Halle sahen einen Großen Preis, der seinem Namen gerecht wurde, und den die Reiter in hohem Maß lobten. Der Parcours, gebaut von Christian „Kicks“ Wiegand, beinhaltete eine dreifache Kombination, schwierige Distanzen. Er war über die ganze große Reitfläche verteilt und flüssig zu reiten. Von den 65 Startern mit Rang und Namen kamen 15 Paare ins Stechen. Darunter –  sehr zur Freude von Ludger Beerbaum – er selbst und alle drei Bereiter seines Stalles, die sämtlich mit schönen und stilistischen Runden glänzten.

tunierludger

Ludger Beerbaum, Chef der Turnier-Organisation und Betreiber der neuen Reithallen, hatte über die vier langen Turniertage viel zu tun. Er war stets involviert in alle Abläufe, schaute akribisch nach dem Zeitplan, er coachte seine Stallreiter, schaute nach den Gästen, verabschiedete sein langjähriges Spitzenpferd – den inzwischen 19 Jahre alten Hengst Chaman -, von dem er sagt: „Er ist eines der drei besten Pferde, die ich hatte. Er ließ mich immer glänzen, und dafür danke ich ihm“. Außerdem ritt er selbst in der Youngster-, der Mittleren und der Großen Tour – und er war inmitten seiner Reiter und den jungen Gästen lange auf der Party.

Turnierleiter Karsten Lütteken zieht ein positives Fazit nach der dritten Auflage des internationalen Hallenturniers: „Es läuft rund. Bei uns steht der Reitsport im Vordergrund, wir legen großen Wert auf die Zufriedenheit der Reiter und Pferde. Außerdem versuchen wir, das Publikum miteinzubeziehen. Bei Chamans Verabschiedung und der anschließenden Party hat das gut geklappt. Daran wollen wir weiterarbeiten.“

In den zuvor ausgetragenen Finals der Youngster-Tour, der Kleinen und der Mittleren Tour gewannen Stefan Engbers, Henrik Griese und Henrik Sosath. Die Qualifikation zum Finale der Amateur-Spring-Reiter-Club Trophy 2017/2018 konnte Marc Scheel (Bad Schwartau) für sich entscheiden.

Fotos: RI

Springstar Baloubet du Rouet ist gestorben

Der Vater von Ludger Beerbaums Chaman, die Springlegende Baloubet du Rouet, ist mit 28 Jahren gestorben! Er ging friedlich und starb auf natürliche Weise, nachdem er einige Jahre seinen Ruhestand in Portugal genießen konnte.

Es sind wieder ein mal traurige Nachrichten aus der Profiszene, der Super Hengst Baloubet du Rouge ist mit stolzen 28 Jahren in Portugal verstorben. Er zählte zu den ganz Großen des internationalen Springsports und nach seiner aktiven Karriere im Sport gehörte er zu einem der Top 10 Vererber im WBFSH Weltzuchtranking. Unter seinem Nachkommen sind bereits viele international erfolgreiche Springpferde, allein über 20 Söhne sind für deutsche Zuchtverbände gekört. Einer der bekanntesten und Nachkommen ist Ludger Beerbaums Chaman.

Rodrigo Pessoa ist glücklich über seinen friedvollen Tod

„Er hatte eine tolle Karriere, ein schönes Leben und genoss seit Jahren seinen Ruhestand in Portugal. Es ist traurig, dass er von uns gegangen ist, aber irgendwann müssen wir alle gehen und auf so natürliche Weise ist es dann doch am Besten“, findet Rodrigo Pessoa. Mit seinem Reiter Rodrigo Pessoa gewann er gleich dreimal in Folge das Weltcup-Finale, holte bei Olympia 2004 Einzelgold und gewann die Großen Preise von Paris, Bordeaux, Balve und Rotterdam.

 

. Foto: baloubetdurouet.com