Wathelet und Coree beim LGCT Shanghai nicht zu schlagen

Was für ein Ritt von Gregory Wathelet im Stechen des Großen Preises der Longines Global Champions Tour von Shanghai!

Auf der 12 jährigen Stute Coree, mit der er schon den Großen Preis von Aachen 2017 gewonnen hat, siegte der Belgier in 37.91 Sekunden vor Ben Maher (GBR), der mit dem erst neun Jahre alten Explosion W seinen ersten Grand Prix bestritten hat (0/ 38,55), und den Wallach am ganzen Wochenende fulminant präsentiert hat. Dritter wurde der Sieger der Qualifikation zu diesem Springen, Daniel Deusser (GER). Er hatte mit seinem zehnjährigen Hengst Tobagao (0/39,11) bereits die vorher ausgetragene Qualifikation gewonnen und war ebenso hochzufrieden. Die Gewinnsumme konnte sich bei der dritten von Etappe der Longines Global Champions Tour mehr als sehen lassen: 610 000 Euro gab es insgesamt in dem Springen zu gewinnen. Der Sieger durfte sich gemeinsam mit der deutschen Besitzerin von Coree, Judith Gölkel, über einen Scheck in Höhe von 201 000 Euro freuen. Leicht machte es Parcourschef Ulliano Vezzani seinen Reitern nicht im 1,60m-Springen, das hoch und breit gebaut war . Von 32 Startern erreichten 12 Paare das Stechen. „Ich wusste, dass ich alles geben musste,“ sagte der glückliche Sieger und fügte hinzu: „Sie mag einfach schnelle Springen!“

Spannend für die überaus interessieren chinesischen Zuschauer war in diesem Springen, dass einige der zukünftigen Superstars von den Spitzenreitern präsentiert wurden und somit ein Mix aus Weltklassepferden mit Erfahrung und Newcomern zustande kam: Neunjährige Pferde wie der wache Wallach Hello Shelby von Scott Brash, der kompakte Hengst Clintrexo von Christian Ahlmann oder der springgewaltige Wallach Explosion W von Ben Maher zeigten, dass sie das Zeug dazu haben, in die Fußstapfen ihrer etalierten Stallkollegen zu treten.

Ben Mahers Explosion W trug bereits mit einer fehlerfreien Runde am Vortag und auch am Nachmittag dazu bei, dass das Team der London Knights (Ben Maher/ Emily Moffitt) durch einen hauchdünnen Zeitvorsprung den Sieg in der Global Champions League mit nach Hause nehmen durfte. Zweitplatziert wurden die Monaco Aces mit Simon Delestre und Jerome Guery, den dritten Rang belegten die Chantilly Pegasus mit Roger Yves Bost und Dayro Arroyave.

Mit diesem Sieg in China sicherte sich Wathelet als dritter Reiter das Ticket zur Teilnahme am Longines Global Champions Super Grand Prix bei den neuen GC Prag Play Offs im Dezember, wo auch die Sieger der LGCT-Etappen von Miami, Edwina Tops-Alexander (AUS), und Mexiko City, Scott Brash (GBR), am Start sein werden.

Wathelet ist nun der vierte in der Gesamtwertung der LGCT-Meisterschaft 2018. Scott Brash, der in Shanghai mit Hello Shelby den fünften Platz belegte, führt die Tabelle weiterhin an. Der LGCT-Zirkus wechselt jetzt auf den nächsten Kontinent. Die vierte Etappe der weltweit höchstdotierten Serie im Springsport wird vom 4. bis 6. Mai in Madrid stattfinden.

Pressekonferenz

Jan Tops, LGCT Gründer und Präsident: “Es geht nicht spannender als heute. Am Ende standen diese drei wunderbaren Reiter auf dem Podium – Daniel Deusser musste als letzter starten, er hatte ein junges Pferd dabei und machte einen großartigen Job. Ben Maher, der ebenfalls mit einem jungen Pferd zweiter wurde. Aber absolut phantastisch war heute Gregory. Er wusste, es kommen noch eine ganze Reihe schneller Reiter und er gab alles. Es war sein Tag, gut gemacht!

“Es ist unsere fünfte Veranstaltung hier in Shanghai. Der Boden ist sehr gut, die Ställe ebenso. Alle Bedingungen sind sehr gut.”

Scott Brash, Führender in der Gesamtwertung: “Ich bin absolut begeistert von meinem Pferd Hello Shelby. Er ist jung, ich habe heute nicht zu viel erwartet – dass er zweimal fehlerfrei geht und hier fünfter wird, ist großartig. Es liegt aber noch eine gute Wegstrecke vor uns.“

Daniel Deusser, Dritter in Shanghai: “Ich bin sehr sehr glücklich mit dem Auftritt meines Pferdes. Er gewann heute Morgen die Qualifikation und war Drtter im Grand Prix – für mich ist dies das beste Ergebnis, das es für uns gab. Gregory gab im Stechen die Geschwindigkeit vor, er war nahezu unschlagbar. “

Ben Maher, Zweiter: “Ebenso wie Daniels Pferd ist Explosion W erst neun Jahre alt. Wir haben ihn im Stall seit er sieben war. Dieses Wochenende hatten wir gemeinsam unsere erstes Turnier. Ich habe ihn erst ein-, zweimal geritten als er noch jünger war, also bin ich sehr happy. Unser Bereiter zuhause hat einen super Job gemacht. Gestern und heute bin ich so schnell geritten, wie ich konnte, hatte aber keine Chance gegen Gregory. Ich hoffe, ich darf das Pferd noch einige Turniere reiten.“

Gregory Wathelet, Sieger im LGCT Grand Prix von Shanghai: “Alles ist zu schlagen – natürlich wusste ich, dass ich schnell war. Aber es war ohne zu viel Risiko und meine Stute arbeitete sehr gut mit. Es war mein Plan, die letzte Linie mit sieben Galoppsprüngen zu reiten, ich hatte dafür eine sehr gute Distanz.“

Foto Titel Gregory Wathletet und Coree: LGCT / Mario Grassio

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