Zirkuslektion endet tödlich für beliebte Ponystute

Immer mehr Pferdebesitzer, egal ob Englisch -, Western oder Barockreiter, trainieren mit ihren Pferden gerne vom Boden aus. Sie bringen den Pferden spielerisch Lektionen wie „Kompliment“, Spanischer Schritt, Steigen oder aber auch hinlegen auf Kommando bei. Die Lektionen sind nicht immer ganz ungefährlich uns sollten daher immer mit viel Geduld und einem kompetenten Trainer angegangen werden.

Nun ereignete sich vor einiger Zeit ein Drama. Privatleute suchten sich genau dafür ein Trainer und buchten einen Lehrgang bei diesem. Die Pferdebsitzer wollten gerne, dass ihr Pony das „Kompliment“ erlernt. Dies ist eine sogenannte Zirkuslektion, wo das Pferd sich „verbeugt“ und mit einem Bein „kniet“. Diese Lektion kann man mit Geduld und Leckerlies einem Pferd beibringen, in dem man das Bein anhebt wie beim Huf asukratzen und dann mit dem Leckerlie zwischen die Beine geht und dieses nach hinten führt. Der Trainer nutze allerdings eine andere Variante, er nahm eine Beinschlaufe zur Hilfe. Dabei wird eine Longe oder ein Seil um das Bein gelegt und festgezogen und so dann dahin geführt, wo es halt hin soll. Diese Methode bringt etliche Risiken mit sich. Ein großer Knackpunkt ist zum Beispiel, dass man die Schlaufe nicht schnell lösen kann oder sich von selbst löst. Die Trainingsmethode wird daher von vielen Profis abgelehnt, so auch von Uwe Jourdain Liberté Jourdain, der nun in diesem Fall auch engagiert für das Recht des verstorbenen Pferdes einsetzt.

Was mit dem Pony passiert ist

Der Lehrgang zu Zirkuslektionen von Peter Pfister wurde in Nordrhein Westfalen ausgerichtet. Die Pony Stute sollte die Zirkuslektion „Kompliment“ erlernen. Pfister legte eine Seil um ihr Bein. Diese Methode ist sehr umstritten und wird eigentlich nur noch bei Wildpferden oder sehr starken Hengsten beim Schmied verwendet, um die Hufpflege ausführen zu können, aber selbst da, ist diese Mehtode nur noch sehr selten. Denn umso mehr sich das Pferd wehrt, desto fester wir auch die Schlaufe,. (Siehe Video).

Das Pferd wehrte sich und stieg. Der Trainer lies sich davon aber nicht beeindrucken und löste das Seil nicht, nicht ein mal als die Stute stieg und sich überschlug. Das Tier wusste einfach nicht was es machen sollte und geriet vermutlich in Panik und versuchte ihr Bein wieder los zu bekommen, indem sie mehrfach stieg und versuchte zu fliehen. Anstatt aufzuhören holte er sich Verstärkung, die Bilder sind nichts für schwache Nerven, hier wird ein Tier gewaltsam misshandelt und schließlich getötet. Das Video endet als die Stute sich erneut dramatisch überschlägt, sie überschlug sich ein drittes mal und starb.

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Jourdain spricht von einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und „fahrlässiger Tötung“, Pfister wirft dem Trainer Jouradain „Rufmord“ vor.

Artikel im General Anzeiger  

„Uwe Jourdain aus Ramsloh, ein international tätiger Trainer für Zirkuslektionen, wurde um Rat gefragt. Nach Sichtung des Videos war er entsetzt, wollte vermitteln – und befindet sich nun in einem heftigen Streit mit Pfister, wie der General Anzeiger berichtet.

Jourdain beklagt, dass lange Zeit versucht worden sei, das Thema unter den Tisch zu kehren. Das hat sich inzwischen geändert. Es liegen Einschätzungen mehrerer Tierschutzorganisationen und Veterinärämter vor, die Jourdains Sicht bestätigen. Gegen Pfister wurde wegen des Vorfalls inzwischen Strafanzeige gestellt. Den Grund nennt Jourdain: „Hier hat es einen eklatanten Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gegeben. Peter Pfister hätte das Training frühzeitig nach dem ersten Steigen des Tieres abbrechen müssen, dann wäre das Pferd nicht gestorben. Mich macht es wütend, dass er von einem Unfall spricht.“ Pfister selber rudert inzwischen in der Angelegenheit etwas zurück. Er spricht nicht mehr von einem Unfall, sondern von einem „tragischen Unglücksfall“. Er sagt, er hätte das Training früher abbrechen sollen. „Ich habe daraufhin umgehend mein Trainingskonzept in Frage gestellt“, teilte Pfister dem General Anzeiger mit“. Den ganzen Artikel vom General Anzeiger gibt es hier

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12 Gedanken zu „Zirkuslektion endet tödlich für beliebte Ponystute

  1. Ich bin fassungslos. Wie kann man einem solchen Dilettanten sein Pferd überantworten. Und wie kann man dabei zusehen ohne einzuschreiten. Kompliment mit Beinschlinge-so ein Quatsch. Es geht richtig ohne Hilfsmittel aber mit Geduld. Oder man lässt die Finger davon. Ich hoffe sehr das die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Besitzer der Stute gleich mit 😡😤

  2. Wie kann man sowas tun! Kaum zu glauben! Diese Leute denken Alles zu wissen und meinen das mit Anderen zu teilen müssen…..ein normaler Mensch der ein Pferd besitzt will sowas aber nicht!!!!!Kapieren die dass nicht oder……

  3. Interessant ist, dass der Trainer, der die ganze Sache so massiv kritisiert, selber eine zeitlang mit dieser Beinlonge gearbeitet hat. Auch ich habe damals einen Kurs beim ihm belegt und gesehen, wie die Beinlonge auf diese Weise eingesetzt wurde. Auch von ihm gab es ein Video wo sich eine Stute überschlagen hat bei dieser Übung. Er selber stand damals massiv in der Kritik. Schade, dass davon kein einziges Wort zu lesen ist und statt dessen der Eindruck entsteht, man habe schon immer gewusst, dass man anders arbeiten muss.
    Hat er nicht, er selber hat diesen Fehler gemacht und sich jetzt so als Moralapostel hinzustellen, steht ihm einfach aus meiner Sicht nicht so ganz zu. Er hat bloß Glück gehabt, dass ihm das damals nicht passiert ist und er damit schneller aufgehört hat.

  4. @Ella,

    Ja , du hast Recht .. aber auf Grund dieser Tatsache habe ich mein System umgearbeitet.

    !!! Diese Vorfall war wen ich es richtig in Erinnerung habe 2002 !!!

    Was aber nicht stimmt das Pferd hat sich nicht überschlagen.

    Es hat sich hingesetzt, (als wenn ein Pferd sitzen würde ) das soll die Sache aber nicht mindern .

    Ich habe raus gelernt.

    Ausserdem wurde das stimmt ein Video gedreht von einer Ausbilderin / Schülerin
    (Von Frau Eva Wiemers.)

    Das ganze ist aber geklärt worden (von Frau Wiemers) und es erfolgte eine Entschuldigung für diese Schülerin aus ihrem Munde.

    Somit ist das Thema auch dann erledigt gewesen.

    MfG.

    Uwe Jourdain

  5. ES IST MIR VÖLLIG UNKLAR WIE MAN BEI EINER DERARTIGEN VERGEWALTIGUNG EINES LEBEWESENS EINFACH SO ZUSEHEN KANN. DIE SOG. PFERDEFLÜSTERER UND TRAINER SIND AUS MEINER SICHT GRÖßTENTEILS SELBST SCHWER TRAUMATISIERTE PERSÖNLICHKEITEN DIE SICH MIT IHREN GANZEN UNZULÄNGLICHKEITEN HINTER IHRER PFERDE ARBEIT VERSTECKEN. RICHTIG ABER IST DASS DIE PFERDE IHNEN HELFEN ZU LERNEN WAS GEFÜHL ANSTAND RESPEKT UND ACHTSAMKEIT BEDEUTET. UND DAFÜR WERDEN TIERE GEDEMÜTIGT VERLETZT UND EBENSO TRAUMATISIERT UND DER HILFLOSE ODER AMBITIONIERTE FREIZEITREITER BEZAHLT DAS GANZE DRAMA. PFERDELEUTE AUFWACHEN IST ANGESAGT …… IHR MÜSST EUER EGO IN DEN GRIFF BEKOMMEN DANN MÜSSEN EURE EUCH ANVERTRAUTEN TIERE SICH NICHT FÜR EUCH ZUM DEPPEN MACHEN!

  6. dieser „Pferdeflüsterer hat NULL Ahnung von Pferden.
    Er sollte sich nicht mal in der Nähe von Tieren aufhalten dürfen.
    Das ist ja nicht der 1. Vorfall, ständig passiert was bei dem feinen Herrn, nur leider hat nicht jeder eine Kamera zur Hand, oder machts öffentlich. Und wenn doch, sorgt dieser Tierschänder dafür, dass alles gelöscht wird. Auch mal mit Gewalt, denn davor schreckte er noch nie zurück.
    Sowas nennt sich Trainer, ja wo hat er das denn trainert? Widerliche Spezies, und die Besitzer der Pferde, die DAS zulassen, sind nicht besser als dieser Widerling“

  7. ich frage mich hier aber auch ganz ehrlich, wieso die Besitzer diese Art der Behandlung ihres Pferdes so lange haben zugelassen??? Wäre es mein Pferd gewesen, hätte ich nach dem ersten Überschlag sofort abgebrochen!!!! Jeder kennt doch sein Pferd am besten und sollte beurteilen können, wann es genug ist…..

  8. Man…. wollte eigentlich meine Tochter mit unserer jungen Stute mal zum pfister bringen , damit sie gemeinsame Erfolgserlebnisse haben und noch mehr zusammenwachsen 😐 würde sowas niemals zulassen und hätte schon am Anfang der Gegenwehr abgebrochen . In der Ausbildung unserer Tinker Stute setze ich auf Geduld und Vertrauen . Sie hat mit Übereifer und Spaß das Kompliment freiwillig gelernt . Sie bietet sich ständig an und will lernen . Dabei muss ich stets den besten Weg finden , es ihr zu erklären . Dabei hinterfrage ich mich ständig und Ruder sofort zurück , wenn Mavis nur ein Fragezeichen auf der Stirn hat und irgendwas macht um mir zu gefallen 😊Auch wenn viele Trainer der Meinung sind man müsse Pferde hart angehen und zu etwas zwingen , so stelle ich täglich fest , wie dankbar meine Mavis ist , allein wenn wir Zeit miteinander verbringen und gewisse tägliche Rituale miteinander haben , denn das gibt uns beiden eine Sicherheit und fördert das Vertrauen !! Wir bleiben zu Hause …..

  9. Tiere im Zirkus (wild oder domestiziert) sind unakzeptabel. Warum sollte denn ein Pferd solche „Tricks“ können? Mein Pferd würde ich nie so entwürdigen. Basta. Bodenarbeit um ein Pferd zu gymnastizieren hat seine Berechtigung, aber solche „Tanzbär-nummern“ sind einfach demütigend und unpassend.

  10. Ich war selbst bei dem Kurs am Pferde Land leider anwesend.
    Das was er da getan hat war ganz klar falsch und fahrlässig.
    Er hätte schon beim ersten Mal als Evita stürzte aufhören müssen aber er machte weiter und als Evita sich beim zweiten Mal überschlug, griff auch die Reitbeteiligung ein und sagte ganz klar er soll aufhören aber er sagte dazu nur “ ich will das aber nicht,, und holte sich jemand anderen zur Hilfe. Dann überschlug sich Evita ein drittes mal und brach sich das Genick. Diese Bilder vergisst man nicht mehr es war furchtbar.
    Er soll mit den Konsequenzen leben und das zurecht.
    R. I. P Evita und ganz herzliches beileid an die Besitzer.

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