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Vorsicht! Betrug mit Pferden bei ehorses!

Pferde via ehorses oder Ebay Kleinanzeigen zu kaufen, ist längst keine Seltenheit mehr. Mit Videos und Fotos ist so eine Anzeige ja auch viel Aussagekräftiger als in einem Print-Magazin und man erspart sich viele Fahrtwege. In letzer Zeit mischen sich aber immer wieder Betrüger unter die beliebte Plattform ehorss. Bereits vor einem halben Jahr sind wir so einem Betrüger auf die Schliche gekommen, nun ist er erneut bei ehorses und bietet Grand Prix Pferde zum Schnäppchen-Preis an.

Wie Betrüger vorgehen bei ehorses

Bereits mehre male in den letzen Monaten konnte ein Betrüger Anzeigen bei ehorses einstellen obwohl wir ihn bereits zwei mal gemeldet hatten. Die Pferde des Anbieters sind meist Top Dressur-Pferde zum Schnäppchen Preis von 11 000 Euro. Sie sind beispielsweise zu finden in Köln oder Düsseldorf, erst wenn man den Verkäufer kontaktiert, informiert er Kaufinteressenten darüber, das jenes Pferd in Dublin steht. Wenn man dann die Google Bildersuche nutzt, stellt man fest, dass die Betrüger Top Dressurpferde nehmen, welche bereits Grand Prix gegangen sind. Besonders dreist ist, dass sie Videos und Fotos von Pferdeleistungsschauen, Körungen oder Turnieren nehmen. Diese Grand Prix Pferde werden dann in den Anzeigen immer als angehende Turnier-Pferde beschreiben, welche gerade M platziert sind in Jungpferde Prüfungen. Einen anderen Namen und eine andere Abstammung gibt’s natürlich auch noch, damit der Schwindel nicht sofort auffällt. Sehr beeindruckend natürlich für einen Laien, so ein Video von einem jungen Pferd, was die Beine schmeißt wie Totilas. Angepriesen werden natürlich auch deutsche Zuchtgebiete mit namenhaften Vererbern wie De Niro oder Donnerhall. In Wahrheit sind es aber fast immer KWPN, also niederländische Warmblüter, die in Holland oder Florida stehen. Da diese bereits mehrfache Grand Prix Erfolge hatten, sind diese Pferde auch im Wert von mehr als 100.000 Euro und stehen auch nicht zum Verkauf.

Die Geschichte der krebskranken Tochter, die gestorben ist

Bei einem E-Mail Kontakt indem dann weitere (geklaute) Videos und Fotos ausgetauscht werden, folgt dann eine emotionale Geschichte, dass die Tochter vor einem halben Jahr an Krebs erkrankt sei und daran gestorben sei. Und nun  müsse dieses M-platzierte Pferd in gute Hände abgegeben werden, da man ihm nicht gerecht werden würde. (siehe Screenshot)

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Quelle: Horse Flash

 

Nun, wenn man aber unbedingt dieses Pferd haben möchte (ich meine einen Grand Prix Pferd für 11 000 Euro, why not?), dann ist die logische Konsequenz, dass man halt nach Dublin fliegt. Bei der Anfrage das Pferd zu besichtigen, werden die Betrüger aber so richtig kreativ. Denn das Pferd muss ganz schnell weg, der Stall ist abgebrannt, noch irgendwer hat Krebs- oder was auch immer. Also versprechen die angeblichen Verkäufer, dass man das Pferd ja auch 4 Wochen ausprobieren könne und wenn es nicht passen sollte, dann könne man es einfach zurück geben. Also von Dublin nach Deutschland wird natürlich der Transport auch übernommen. Klar, denn dieses Pferd wird niemals bei euch ankommen. Stattdessen bezahlt man vorab und bekommt dafür (gefälschte) Papiere, welche angeblich auch noch vom Notar beglaubigt sind. Das Geld werden die Käufer nie wieder sehen. Wenn man diese Geschichte so liest, dann denkt man: „So naiv kann man doch nicht sein“ – Doch! Leider gibt es Fälle, wo bereits das Geld überwiesen worden ist. Wir selbst kennen bereits einen Fall, der sich so in den letzten Tagen ereignet hat, OBWOHL wir bereits im Juli genau diesen Anbieter bei ehorses gemeldet hatten.

Wie man sich vor Betrügern schützt

Nutzt die Google Bildersuche, denn dort findet man ganz schnell die Original Bilder und stellt fest, dass jenes Pferd für 11 000 Euro, welches als Hannoveraner angegeben wird,  eigentlich ein Grand Prix KWPN ist, und in Holland, Florida oder sonst wo steht – aber eben nicht in Dublin beim besagten Anbieter. Zudem sollte man niemals ein Pferd „blind“ kaufen, also ohne es je gesehen zu haben. Auch wenn es ein „Rückgaberecht“ und „Papiere“ gibt, diese sind extrem leicht zu fälschen. Führt Transaktionen entweder mit Paypal durch oder zahlt es erst, wenn das richtige Pferd auch vor euch steht. Seriöse Händler handhaben es auch nur so.

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Die Fälle die uns bekannt sind

Bekannt ist uns die E-Mail Adresse fam.babel.ie@hotmail.com, diese wurde nun bereits öfters verwendet, auch nachdem wir diese angeschrieben hatten, und mit rechtlichen Schritten gedroht haben. In zwei Fällen konnten wir den Kontakt komplett mitverfolgen. Das eine mal handelte es sich um „Ricardo“, der angeblich der verstorbenen Tochter gehört hatte und erste M Platzierungen sich mit ihr sichern konnte. Ricardo war in Wirklichkeit ein Grand Prix Pferd, welches in Florida in einem Top Dressur Stall stand und auch einen anderen Namen trug. Der aktuelle Fall ist Raginwald IV, angeblicher Hannoveraner von De Niro, der in Wirklichkeit Everglade heißt und ein KWPN Hengst ist – zu Hause derzeit in Holland. Falls ihr so eine Anzeige findet solltet, bitte meldet sie sofort bei ehorses. Wie der aktuelle Fall ausgeht, wo bereits 11 000 Euro überwiesen worden sind, ist noch unklar, wir halten euch auf dem laufenden!

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1 Kommentar zu Vorsicht! Betrug mit Pferden bei ehorses!

  1. Vielen Dank für den Beitrag hier! Bis vor einiger Zeit waren vor allem die Rassen Friesen betroffen, so dass alle Friesen die auf ehorses eingestellt werden erst durch eine händische Prüfung laufen. Darüberhinaus haben wir unterschiedliche Mechanismen entwickelt, um Betrugsinserate frühzeitig zu erkennen. Da die Betrüger ihre Betrugsmaschen jedoch immer weiter entwickeln, ist es teilweise gar nicht so einfach die Betrüger zu erkennen. Bei uns im Magazin haben wir einige Artikel zum Thema Betrugsmaschen aufbereitet:
    https://magazin.ehorses.de/sicher-online-suchen/
    Wenn sich jemand unsicher ist bei einer Anzeige ruft uns immer an (05401-8813200) oder schreibt eine kurze Email an support@ehorses.de. Außerdem gibt in jedem Inserat einen Button „Beanstanden“. Hier können unsere User drauf klicken und direkt den Betrug an unser Team melden.
    Wir sind dankbar für jeden Hinweis. Die Inserenten werden direkt auf die Blacklist gesetzt!

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  1. UPDATE: Betrug mit Pferden bei ehorses – Jetzt wird es richtig dreist – Horse Flash

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