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Ein Sandgrubenshooting und Tipps zum Thema „Pferdeshooting“

Fotoshooting mit Pferden werden immer beliebter. gerne lassen sich Pferd und Reiter in der Natur ablichten, mit schöne Kleidern oder aber auch an außergewöhnlichen Orten. Die Fotografin Angelina Peekel hat sich etwas ganz besonderes ausgedacht, mit ihrem Shooting in einer Sandgrube.

Angelina Peekel hat bereits mit 18 Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit als Pferdefotografin gewagt, und das neben ihrem Abitur. „Ich mochte Pferde leidenschaftlich gerne, seit ich ein kleines Kind war. 2016 konnte ich mir dann den Traum vom eigenen Pferd erfüllen und habe meine damalige Reitbeteiligung, den Friesen „Friso“ gekauft. Seitdem ist mein Leben voll und ganz den Pferden gewidmet.

Meine erste Spiegel – Reflex Kamera habe ich mir als Jugendliche zugelegt. Die Leidenschaft entwickelte sich langsam – aber stetig! Natürlich gehören auch immer wieder Rückschritte zum weiterkommen dazu. Als Fotografin steckt man immer in einem gewissen Entwicklungsprozess, der nie ganz abschließt, man findet seinen Stil, verändert ihn und baut seine Gefühle und Emotionen in die Aufnahmen mit ein. Diese Individualität ist das schöne daran“, so Peekel im Interview.

Photoshop hat sich die Pferdefotografin selbst beigebracht

Meinen Weg habe ich mir komplett selbst erarbeitet. Die Homepage, Social Media, meine Kenntnisse über Programme wie Photoshop und auch das Technik- Know -How in der Fotografie. Im Moment befinde ich mich ziemlich nah an der Grenze zwischen ausgebautem Hobby und einer gewissen Professionalität.

Das Sandgruben-Shooting

 Eines Ihrer größten Projekte war bisher das Sandgruben-Shooting mitten im Ruhrgebiet. Die junge Fotografin nahm dort den wunderschönen PRE-Wallach „“Bienvenido“ auf. Die Vorbereitungen waren Zeit-und Arbeitsintensiv, denn Sicherheit geht vor. Man lässt ja nicht einfach ein junges Pferd frei in einer Sandgrube hin und her laufen. „Auch wenn die Bilder so aussehen, als würde man ein Pferd frei in der Sandgrube laufen lassen- Sicherheit geht vor. Gerade Sandgruben müssen gut abgesichert werden, da es Löcher und Abgründe gibt, in die ein Pferd sonst stürzen und sich verletzen könnte“, beschreibt Angelina auf ihrem Blog.

Nach dem Shooting, ist vor der Arbeit

„In den 2 Stunden sind etwa 900 Bilder enstanden, die zunächst vor-sortiert werden müssen. Hat man sie auf etwa 100 eingegrenzt, geht der Bilderbearbeitungsmarathon los. Gerade bei aufwändigen Fotoshootings hat man oft eine Menge zu retuschieren- so sitzt man an einer Bearbeitung gerne mal 1-2 Stunden pro Bild. Immer wieder brauche hierbei Pausen um den Kopf frei zu bekommen und die Bilder aus einem neuen Blickwinkel betrachten zu können- und ohne Nervennahrung geht gar nichts“. Wir finden die Arbeit hat sich mehr als gelohnt, das Ergebnis ist beeindruckend.

Interview mit Angelina Peekel

Wie bist du auf die Idee gekommen, Pferde in einer Sandgrube zu fotografieren?

>Pferde in einer Sandgrube zu fotografieren, wird aktuell zum Trend in der professionellen Pferdefotografie. Aufgefallen sind mir diese Sandgruben erstmals 2010, bei meinen allersterten Ausritten mitten im Ruhrgebiet. Da war ich 12 Jahre alt. Ich bin quasi neben ihnen Erwachsen geworden, ohne sie jemals wirklich wahrgenommen zu haben. In meinen Anfängen der Pferdefotografie als Jugendliche habe ich bereits professionelle Fotografen bei solchen Shootings mit meiner Hilfe unterstützt. Zu dem Zeitpunkt hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich selbst einmal ein solches Fotoshooting organisieren würde.

Worin genau liegen die Schwierigkeiten beim Fotografieren von Pferden?
Zunächst möchte ich sagen, dass mich die Pferdefotografie unheimlich fasziniert. Jedoch ist sie auch ziemlich komplex. Bei der Arbeit mit Tieren muss man sich immer wieder darüber bewusst werden, dass nicht alles sofort so funktioniert, wie man es sich vielleicht zunächst vorgestellt hat. Man hat nicht nur einen Kunden, dem man seine Aufmerksamkeit schenken möchte, sondern auch ein Pferd und seine eigene Kamera, die während so eines Shootings immer wieder neu manuell einzustellen ist.

Was begeistert dich am meisten bei der Pferdefotografie?
So Vieles! Die tollen Menschen die man kennen lernt, viele sehr verschiedene Pferde mit tollen Charaktereigenschaften und berührenden Geschichten. Es ist mir jedes Mal auf Neue eine große Ehre diese Geschichten, die hinter den Pferden stecken in meinen Bildern widerzuspiegeln. Man kann mit Bildern so viel Aussagen und zum Ausdruck bringen. Wenn man dann noch besonders Licht, Emotionen und das richtige Gefühl für das Pferd dazu nimmt, kann so ein Fotoshooting nur schön werden!

Wie bekommst man das Pferd im richtigen Moment fotografiert?
Der „richtige Moment“ kann immer sein. Deswegen ist es in der Pferdefotografie besonders wichtig, lange aufmerksam zu sein und dem Pferd seine volle Aufmerksamkeit zu widmen. Der richtige Moment kann der sein, in dem das Pferd den Vorstellungen des Fotografen entspricht, er kann aber auch durch Zufall entstehen, durch Einflüsse von außen. Wichtig ist, dass dem Fotografen diese Momente wirklich auffallen, und sie ihm nicht entgehen.

Welche Tipps hast du für Hobby- Fotografen?
1. Überlege dir, was genau du fotografieren möchtest. Was soll dein Bild Aussagen, und welche Perspektive unterstützt deine Aussage?
2. Versuche, den Bildbetrachter tief in die Aufnahme hinein blicken zu lassen. Das machst du, indem du dich und ihn ganz auf’s Pferd konzentrierst. Abgeschnittene Ohren, oder hässliche Zäune im Hintergrund lenken schnell ab und unterbrechen den gewollten „Bildfluss“ . Und das wichtigste: 3. Mach es mit Herz und Leidenschaft! Mein Tipp: Lieber weniger Bilder, in denen mehr steckt, als „Massenabfertigungen“, in denen wenig steckt.

Arbeitest du mit Bearbeitungsprogrammen?
Wie für fast alle professionellen Fotografen gehört auch die Bilderbearbeitung für mich noch zu dem kreativen Prozess des Fotografierens. Verschiedene Farben wirken unterschiedlich auf unsere Stimmung und auf die Stimmung des Bildes und ab und an, werden auch kleinere Makel retuschiert. Die Bilderbearbeitung nimmt einen sehr großen Teil eines Fotoshootings ein.

Oft wird gefragt, wie man „leicht“ Fotos nachträglich bearbeiten kann- was sind da deine Tipps?
Wenn man Fotos für sich macht, gibt es mittlerweile zahlreiche Apps für das Smartphone, mit denen man Bilder gut bearbeiten kann. Da ist weniger oft mehr. Fotografiert man in gewöhnlichen „Standard-Formaten“ verpixeln sich die Bilder schneller, je mehr man sie bearbeitet.

Alle Infos rund ums fotografieren von Pferden und zum Sandgruben-Shooting gibt es hier.

Fotos: Angelina Peekel

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