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Der Unsinn mit dem Basispass und Reitabzeichen

Gastbeitrag von Andrea N.

Basispass, Reiterpass, Reitabzeichen von 1-10; Es gibt insgesamt mehr als 50 Reitabzeichen, welche man erlangen kann. Mai ist die Hochsaison für die Reitabzeichen, denn alle wollen die grüne Saison vielleicht nutzen, um sich zu verbessern. Viele Eltern sind dann verwundert, denn sie haben ja noch vor 20 Jahren ein anderes Reitabzeichen-System gehabt. Daher wollen wir uns heute mal mit dem „Starter-Paket“ beschäftigen. Dem Basispass und das kleine Reitabzeichen. Was bringen sie wirklich und welchen Sinn- und Unsinn haben diese Prüfungen in der Realität?

Der Basispass und das kleine Reitabzeichen (RA5)

Geht man von der englischen Reiterei aus, muss man bevor man überhaupt ein Reitabzeichen machen darf, den sogenannten Basispass machen. Von der Idee her ist das ja eine gute Sache, denn wir finden es gut, wenn Reiter informiert sind und der Basispass zum Beispiel eine Pflichtabzeichen für den Pferdekauf wäre. Allerdings ist dieser Basispass ein Pflichtprüfung für das kleine Reitabzeichen. Früher war dies ein und dieselbe Prüfung, nun muss man beide machen und natürlich auch beide zahlen. Nun, wenn man also mit dem Lehrgang zusammen, welcher ebenfalls Pflicht ist, seine 250 bis 500 Euro los geworden ist, kann man mit diesem eigentlich im Turniersport nicht viel mehr reiten als vorher. Turnierreiter wissen: Mit LK 6 kann man nur sehr wenige A-Prüfungen gehen – denn die wenigsten A-Prüfungen sind beispielsweise im Springen wirklich für LK 6 ausgeschrieben (in den meisten Bundesländern). Dies ist leider vielen Absolventen nicht bewusst, denn sie machen ja das Reitabzeichen um von E-Niveau auf A-Niveau zu wechseln.

Es wird nicht immer kontrolliert ob der Basispass absolviert worden ist

Der FN selbst ist völlig egal, ob der Basispass abgelegt worden ist und verfügt über keine Dokumente. Die Reiterliche Vereinigung geht davon aus, dass wenn das Reitabzeichen abgelegt worden ist, alle erforderlichen Bedingungen erfüllt worden sind. Es ist also Aufgabe der Richterkommission dies zu überprüfen. Dies passiert aber in der Realität in den wenigsten Fällen. Wir wollen natürlich Niemanden anstiften es darauf anzulegen, aber das ist dann schon sehr ärgerlich, wenn man sich wochenlang auf eine Prüfung vorbereitet, viel Geld dafür zahlt und es dann doch keinen interessiert, ob man diese Prüfung auch bestanden hat.

Da die Abzeichen aufeinander aufbauen, ist der eigentliche Unterschied nur in der Theorie. Das heißt demnach, wenn man die Theorie vom kleinen Reitabzeichen mit Bravour meistert, dann sollte man ja ohnehin den Basispass bestanden haben können. Für uns nach wie vor unverständlich, warum diese Theorie-Leistungsabfrage nun seit einigen Jahren geteilt worden ist.

Fazit: Die Trennung dieser Prüfungen ist subjektiv betrachtet eine reine Geldmacherei, denn um sein theoretisches Wissen zu prüfen, gibt es auch noch zahlreiche andere Abzeichen, die man absolvieren kann, welche nicht im direkten Kontext zum kleinen Reitabzeichen stehen. Dennoch kommt man nicht daran vorbei, wenn man in eine bessere Leistungsklasse möchte.


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2 Kommentare zu Der Unsinn mit dem Basispass und Reitabzeichen

  1. Was ist denn „früher“? Den Basispass gibts länger als 10 Jahre. Im übrigen muss sehr sehr oft die Basis-Pass-Urkunde vorgelegt werden! So bei jedem weiteren Abzeichen bishin zB zum Trainerschein (zusammen mit allen anderen dafür nötigen Unterlagen natürlich). Es steht jedem frei den Basispass allein zu machen, oft machen den auch nicht-reitende Eltern um überhaupt einen Basis-Wissen zu erhalten! Allerdings bin auch ich der Meinung, dass das frühere Abzeichen-System völlig ausreichend war und die „neuen“ RA1-10 (die ja so neu nun längst nicht mehr sind) mit mehreren Prüfungen das Fortkommen schon deutlich teurer und aufwendiger machen.Insgesamt wikt der Beitrag weder aktuell noch gut recherchiert, sondern ziemlich subjektiv wie von jemandem, der die Änderungen erst jetzt mitbekommen hat, sorry 😉

    • Hallo Hoppelgarten, vielen Dank für deinen Kommentar. Der Artikel ist aktuell, da aber nun Hochsaison für Reitabzeichen ist, haben wir uns dem Thema angenommen. Journalismus ist subjektiv, unser Anspruch ist es auch kritisch zu hinterfragen und auf Leserwünsche einzugehen. Wir haben von einer Leserin eine E-Mail bekommen, welche selbst ihr Reitabzeichen vor 20 Jahren gemacht hat. Nun hat sie sich darüber geärgert, weil Ihre Tochter nun den Basispass und das Reitabzeichen machen musste, und dennoch kaum A-Springen gehen kann. Ausnahmen bestätigen immer die Regel, dies ist auch Bundesland abhängig.Gerade Eltern sind oft überrascht über das „neue“ System, welches wirklich schon etliche Jahre so ist. Viele setzen sich ja auch erst damit auseinander, wenn sie eine Klasse höher kommen wollen. Daher nun jetzt der Artikel. Wir bedanken uns sehr für deine Kritik und wünschen uns mehr davon, denn nur so könne wir wissen was unsere Leser wollen! 🙂 Viele Grüße, dein Horse-Flash Team

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