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Wann muss ein Pferd zum Zahnarzt?

Weder Mensch noch Tier freuen sich über einen Zahnarztbesuch, dennoch muss man regelmäßig die Zähne prüfen lassen. Bei Pferden kann es durch sogenannte „Haken“ zu Verletzungen im Maul und allgemeinen Unwohlsein kommen. Aber woran merkt man, dass ein Pferd zum Zahnarzt muss?

Junge und alte Pferde müssen am häufigsten einen Besuch vom Zahnarzt bekommen

Junge Pferde

Junge Pferde sollten zwei mal im Jahr einen Besuch von einem Zahnarzt bekommen. Im Alter von 2 ½ bis  4½ Jahren wechseln Pferde ganze 24 Zähne. Die Milchbackenzähne, die so genannten „Kappen“ bilden an der Unterseite der Milchzähne oft messerscharfe Kanten, die ins Zahnfleisch drücken. Fällt die Kappe nicht rechtzeitig heraus, kommt es zum Verkippen der nachwachsenden Zähne und es kommt zu Fehlstellungen. Das kann im schlimmsten Fall zu einer sehr eingeschränkten Futteraufnahme führen zudem zu großen Schmerzen.

Eine weitere Problematik kann bei Wolfzähnen vorkommen. Der Wolfzahn wird auch oft Hengstzahn genannt, diese können aber auch in seltenen Fällen Stuten haben. Wolfszähne sind sehr kleine, vor den ersten Backenzähnen sitzende Zähnchen. Sie kommen nur bei einem Teil unserer Pferde vor. Stößt das Gebiss gegen so einen Wolfszahn, kann das fürs Pferd sehr schmerzhaft sein und heftige Abwehr hervorrufen. Vor dem ersten Gewöhnen ans Gebiss sollten Wolfszähne deshalb gezogen werden.

Schneidezähne wechseln mit 2 ½, 3 ½ und 4 ½ Jahren. Wenn sie locker sind, kann es vorkommen, dass das Drücken gegen den Hebel der Selbsttränke schmerzhaft ist. Dann trinken die Pferde nicht gerne, man sollte dies also stark beobachten und in dieser Zeit aus einem Eimer tränken.

Alte Pferde

Zahnärzte raten dazu, Pferde welche das 15. Lebensjahr erreicht haben, ebenfalls zwei mal im Jahr unter Sedierung untersuchen zu lassen. Bei älteren Pferden kommt es häufig zu Zahnfleischbluten an den Schneidezähnen. Wird diese Erkrankung nicht behandelt und beobachtet, kann es zum Verlust der Schneidezähne führen. Es wird geraten dem Pferd die Zähne zu putzen, das heißt ein mal am Tag mit einem Schwamm über die Schneidezähne zu gehen.

Pferde ab 20 Jahren

Der Zahn des Pferdes schiebt sich jährlich um ca. 2-3 mm aus dem Zahnfach heraus und wird auch um 2-3 mm abgenützt. Deshalb wird der Zahn mit dem Alter immer kürzer bis im Alter von 20 bis 30 Jahren nur noch ein Wurzelrest vorhanden ist. Dieser Wurzelrest ist glatt, weil alle harten Schmelzfalten abgenutzt sind. Das Futter kann nicht mehr klein genug zermahlen werden. Außerdem fallen im Alter immer mehr Zähne aus, weil die Wurzeln zu kurz sind, um noch fest im Kiefer zu sitzen. Es ist wichtig dies stetig zu Beobachten und demnach auch die Fütterung anzupassen.

Hier kann leider auch eine gründliche Zahnbehandlung keine Verbesserung der Futterverwertung bewirken. Dennoch ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig, damit scharfe Kanten, Haken, Stufen und lose Zähne entfernt werden können.

Pferde zwischen 7 und 15 Jahren

Bei Pferden im mittleren Alter reicht es oftmals den Zahnarzt ein mal im Jahr kommen zu lassen, sofern keine Diagnosen vorhanden sind oder Gebiss-Fehlstellungen. In diesen Jahren muss trotzdem immer wieder die Hakenbildung beobachtet werden, diese können ein Pferd massiv stören bei der Futteraufnahme und beim reiten

Woran merke ich, dass mein Pferd zum Zahnarzt muss?

Futteraufnahme

  • langsames, erschwertes Kauen
  • Futter aus dem Maul fallen lassen
  • Wickel kauen
  • Durchfall
  • Abmagerung
  • Kot mit langen schlecht verdauten Bestandteilen
  • einseitiger, eitriger Nasenausfluss

Rittigkeitsprobleme

  • Verwerfen im Genick
  • Maulaufsperren
  • Schlagen mit dem Kopf
  • mangelnde Durchlässigkeit
  • Steigen

Die oben genannten Punkte könnten für Zahnprobleme sprechen, können aber auch andere Gesundheitliche Ursachen haben.


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